InsolvenzKlima
← Alle achtzehn Wirtschaftszweige

Verarbeitendes Gewerbe

WZ-2008-Abschnitt C. Die Insolvenzstatistik endet bei dieser Ebene — feiner geht es nicht, ohne die Quelle zu wechseln.

Eröffnete Verfahren, 12 Monate
1.623
+5,3 % gegenüber den zwölf Monaten davor
Mai 2025 bis April 2026
Mangels Masse abgewiesen
284
15 % aller Anträge
Diese Verfahren sind kein Teil der eröffneten, sie stehen daneben.
Betroffene Arbeitnehmer
46.256
28,5 je eröffnetem Verfahren
−5,6 % gegenüber den zwölf Monaten davor
Risikoindex
49,9
Platz 10 von 18
Median aller Abschnitte: 50,4. Nicht der Insolvenzklima-Index vom Überblick.

Woraus der Risikoindex entsteht

Stand April 2026

49,9
KomponenteGemessenPunkteGewichtBeitrag
Verfahrensdynamik+5.3 % ggü. Vorjahreszeitraum
42,1
50 %21,0
Geschäftsklimaifo-Geschäftsklima -14.7
57,8
30 %17,3
FinanzierungskostenKreditzins 4.46 % p.a.
57,7
20 %11,5
Die Beiträge summieren sich auf den Indexwert. Fehlt eine Komponente, wird der Index aus den übrigen gebildet und ihr Gewicht auf sie verteilt — er bleibt vergleichbar, steht aber auf schmalerer Basis. Grundlage der Dynamik: 1.623 Fälle gegen 1.542 im Vorjahreszeitraum.
eigene Berechnung · product/scoring.py

Verfahren im Monatsverlauf

Eröffnete und mangels Masse abgewiesene Verfahren, seit 2015

0
50
100
150
200
Antragspflicht ausgesetzt
eröffnetmangels Masse abgewiesen2015 · 2017 · 2019 · 2021 · 2023 · 2025

Der hinterlegte Zeitraum ist die ausgesetzte Antragspflicht nach dem COVInsAG. Die Zahlen darin sind korrekt, aber nicht mit den Jahren davor und danach vergleichbar — es fehlten Anträge, die es sonst gegeben hätte.

Statistisches Bundesamt · 52411-0018 · Stand April 2026

Insolvenzrate

136 Monate, bis April 2026

9,2
2
4
6
8
10
2015 · 2017 · 2019 · 2021 · 2023 · 2025

Eröffnete Verfahren je 1.000 Unternehmen der Branche. Ohne diesen Nenner misst ein Branchenvergleich nur, wie groß die Branche ist.

Gemessen in eröffnete Verfahren je 1.000 Unternehmen und Jahr. Januar 2015: 6,4 · seither +2,8

Rechengrundlage des jüngsten Monats
eröffnet im Monat
153
Unternehmen in der Branche
198.560
Bestandsjahr
2.024
eigene Berechnung · product/kennzahlen.py

Abweisungen mangels Masse

136 Monate, bis April 2026

14,5%
5
10
15
20
25
30
2015 · 2017 · 2019 · 2021 · 2023 · 2025

Anteil der Anträge, die gar nicht erst eröffnet werden, weil nichts zu verteilen ist. Steigt er, sind die Kassen leerer – es kommt nicht nur zu mehr Insolvenzen, sondern zu ärmeren.

Gemessen in % der beantragten Verfahren. Januar 2015: 13,4 · seither +1,1

Rechengrundlage des jüngsten Monats
mangels Masse abgewiesen
26
beantragte Verfahren
179
eigene Berechnung · product/kennzahlen.py

Anteil am Marktaustritt

136 Monate, bis April 2026

38,0%
15
20
25
30
35
40
45
2015 · 2017 · 2019 · 2021 · 2023 · 2025

Wie oft ein Marktaustritt vor Gericht endet statt geordnet. Bezugsgröße sind aufgegebene Hauptniederlassungen plus beantragte Verfahren.

Gemessen in % der aufgegebenen Hauptniederlassungen. Januar 2015: 18,4 · seither +19,6

Rechengrundlage des jüngsten Monats
beantragte Verfahren
179
aufgegebene Hauptniederlassungen
292
Marktaustritte insgesamt
471
gezählte Art der Aufgabe
Betriebsaufgabe (Hauptniederlassung)
Aufgaben aller vier Arten
1.772
Anteil bei weiter Abgrenzung (%)
9,17
eigene Berechnung · product/kennzahlen.py

Umsatzdynamik

124 Monate, bis Juni 2026

0,9
-30
-20
-10
0
10
20
30
2016 · 2018 · 2020 · 2022 · 2024 · 2026

Veränderung des realen Umsatzes gegenüber dem Vorjahr. Liegt der Insolvenzentwicklung voraus – siehe die gemessene Vorlaufzeit weiter unten.

Gemessen in realer Umsatz ggü. Vorjahr in %. März 2016: 1,5 · seither −0,6

Rechengrundlage des jüngsten Monats
quelle
42152-0004
preisart
in konstanten Preisen
bereinigung
X13 JDemetra+ kalender- und saisonbereinigt
glaettung
3-Monats-Mittel vor dem Vorjahresvergleich
belastbarkeit
Konjunkturindex des Wirtschaftszweigs, monatlich und preisbereinigt. Deckt 9 der 18 WZ-Abschnitte ab – für die übrigen gibt es keine monatliche Umsatzstatistik. Nicht die Umsatzsteuerstatistik: die ist jährlich und läuft der Insolvenzstatistik hinterher.
eigene Berechnung · product/kennzahlen.py

Auftragslücke

124 Monate, bis Juni 2026

5,3
-20
-10
0
10
20
30
40
2016 · 2018 · 2020 · 2022 · 2024 · 2026

Vorsprung des Auftragseingangs vor der Produktion in Prozentpunkten. Negativ heißt: Die Branche zehrt vom Auftragsbestand, die Auslastung von morgen ist schon verkauft.

Gemessen in Prozentpunkte Vorsprung des Auftragseingangs vor der Produktion. März 2016: -0,9 · seither +6,2

Rechengrundlage des jüngsten Monats
auftragseingang_vorjahr_prozent
4,49
produktion_vorjahr_prozent
-0,82
indexart
Volumenindex gegen Produktionsindex, beide Mengen
bereinigung
X13 JDemetra+ kalender- und saisonbereinigt
glaettung
3-Monats-Mittel vor dem Vorjahresvergleich
Einschränkung
nur Verarbeitendes Gewerbe; die Reihen sind nach Hauptgruppen gegliedert, nicht nach WZ-Abschnitten
auftragseingang_ohne_grossauftraege_vorjahr_prozent
3,37
luecke_ohne_grossauftraege
4,19
eigene Berechnung · product/kennzahlen.py

Energiekostendruck

82 Monate, bis Juni 2026

20,1
-100
0
100
200
300
400
500
2019 · 2020 · 2021 · 2022 · 2023 · 2024 · 2025 · 2026

Wird berechnet, aber nicht bewertet: Im Insolvenzklima-Index hatte die Komponente das falsche Vorzeichen und wurde entfernt. Sie steht hier als Beobachtung, nicht als Warnsignal.

Gemessen in gewichtete Strompreisänderung ggü. Vorjahr in %. September 2019: -30,5 · seither +50,6

Rechengrundlage des jüngsten Monats
Strompreis ggü. Vorjahr (%)
20,1
Energieintensität der Branche
hoch
Gewicht (gesetzt, nicht gemessen)
1
Einschränkung
nur Strom, ohne Gas und Kraftstoffe; Gewicht ist gesetzt, nicht gemessen
eigene Berechnung · product/kennzahlen.py

Wo die Verfahren liegen

Eröffnete Verfahren der zwölf Monate bis April 2026, je Bundesland

BundeslandEröffnetAnteilΔ 12 MMangels Masse abgewiesen
Nordrhein-Westfalen43126,6 %+1,2 %69
Baden-Württemberg24515,1 %−1,2 %47
Bayern23814,7 %+21,4 %48
Niedersachsen1559,6 %+23,0 %14
Sachsen1026,3 %+10,9 %11
Hessen734,5 %−9,9 %19
Rheinland-Pfalz684,2 %−5,6 %16
Berlin633,9 %+6,8 %18
Schleswig-Holstein523,2 %−11,9 %7
Hamburg372,3 %+32,1 %8
Thüringen362,2 %−2,7 %8
Brandenburg352,2 %+12,9 %5
Sachsen-Anhalt332,0 %+10,0 %7
Mecklenburg-Vorpommern251,5 %keine Angabe0
Bremen161,0 %keine Angabe4
Saarland140,9 %keine Angabe3
Statistisches Bundesamt · 52411-0112 · Stand April 2026

Gemessene Vorlaufzeiten

Welcher Frühindikator das Verarbeitende Gewerbe wie weit voraus ist

IndikatorVorlaufKorrelationStützstellen
Auftragseingang (Volumenindex)12 Monate-0,564
ifo Geschäftsklima – Gewerbliche Wirtschaft8 Monate-0,580
Realer Umsatz8 Monate-0,472
ifo Geschäftsklima – Verarbeitendes Gewerbe0 Monate-0,488
Die Korrelation ist negativ, weil ein steigender Frühindikator fallende Insolvenzzahlen ankündigt. Gemessen wird der Versatz, bei dem der Zusammenhang am stärksten ist — nicht behauptet, sondern über den ganzen Zeitraum durchprobiert. Wie eindeutig dieser Punkt ist, zeigt die Kurve darunter.
Auftragseingang (Volumenindex)belastbarstärkster Zusammenhang bei 12 Monaten Versatz, r = -0,5
-0,6
-0,5
-0,4
-0,3
-0,2
-0,1
-0
0,1

Waagerecht der Versatz in Monaten (0 bis 24), senkrecht die Korrelation, waagerechte Linie bei null. Gesucht ist der tiefste Punkt: Nur eine negative Korrelation ist ein Vorlauf — ein steigender Frühindikator kündigt dann fallende Verfahrenszahlen an. Mit -0,5 erreicht diese Messung die Schwelle von -0,3, ab der das Projekt eine Vorlaufmessung als belastbar führt. Das Profil steigt an anderer Stelle bis +0,0. Das ist kein besserer Vorlauf, sondern ein Gegenbefund und geht deshalb nicht in die Auswahl ein.

ifo Geschäftsklima – Gewerbliche Wirtschaftbelastbarstärkster Zusammenhang bei 8 Monaten Versatz, r = -0,5
-0,5
-0,4
-0,3
-0,2
-0,1
-0

Waagerecht der Versatz in Monaten (0 bis 24), senkrecht die Korrelation, waagerechte Linie bei null. Gesucht ist der tiefste Punkt: Nur eine negative Korrelation ist ein Vorlauf — ein steigender Frühindikator kündigt dann fallende Verfahrenszahlen an. Mit -0,5 erreicht diese Messung die Schwelle von -0,3, ab der das Projekt eine Vorlaufmessung als belastbar führt.

Realer Umsatzbelastbarstärkster Zusammenhang bei 8 Monaten Versatz, r = -0,4
-0,5
-0,4
-0,3
-0,2
-0,1
-0
0,1
0,2

Waagerecht der Versatz in Monaten (0 bis 24), senkrecht die Korrelation, waagerechte Linie bei null. Gesucht ist der tiefste Punkt: Nur eine negative Korrelation ist ein Vorlauf — ein steigender Frühindikator kündigt dann fallende Verfahrenszahlen an. Mit -0,4 erreicht diese Messung die Schwelle von -0,3, ab der das Projekt eine Vorlaufmessung als belastbar führt. Das Profil steigt an anderer Stelle bis +0,1. Das ist kein besserer Vorlauf, sondern ein Gegenbefund und geht deshalb nicht in die Auswahl ein.

ifo Geschäftsklima – Verarbeitendes Gewerbebelastbarstärkster Zusammenhang bei 0 Monaten Versatz, r = -0,4
-0,5
-0,4
-0,3
-0,2
-0,1
-0
0,1

Waagerecht der Versatz in Monaten (0 bis 24), senkrecht die Korrelation, waagerechte Linie bei null. Gesucht ist der tiefste Punkt: Nur eine negative Korrelation ist ein Vorlauf — ein steigender Frühindikator kündigt dann fallende Verfahrenszahlen an. Mit -0,4 erreicht diese Messung die Schwelle von -0,3, ab der das Projekt eine Vorlaufmessung als belastbar führt. Das Profil steigt an anderer Stelle bis +0,0. Das ist kein besserer Vorlauf, sondern ein Gegenbefund und geht deshalb nicht in die Auswahl ein.

eigene Berechnung · product/vorlauf.py
Was es auf dieser Ebene nicht gibt
Rechtsform, Unternehmensalter und Größenklasse liegen ausschließlich bundesweit vor — „GmbHs im Baugewerbe“ gibt keine Quelle her. Ebenso wenig eine Fallliste: Die Bekanntmachungen nennen keinen Wirtschaftszweig, die Statistik keine Namen. Und eine Verfahrensdauer je Branche ließe sich nur aus der Fallebene rechnen, der genau dieser Wirtschaftszweig fehlt.